Die 1980 ausgestrahlte Fernsehserie „Berlin Alexanderplatz“ von Rainer Werner Fassbinder gehört zu den international viel beachteten, innovativen Produktionen des deutschen Autorenfilms. Nur zwei Drehpläne der Fernsehproduktion sind überliefert: einer für Hauptdarsteller Günter Lamprecht und einer für die Produktionsleitung in neun Einzelteilen. Die Pläne mit einer Länge von fast vier Metern wurden seit dem Produktionsende eng aufgerollt gelagert, was zu Spannungen im Papier geführt hat. Neben Nutzungsschäden setzten dem Papier auch Tesafilm- und Kreppreparaturen zu.

Die von der KEK geförderten Maßnahmen umfassten die Planlegung, Trockenreinigung und Konservierung der Drehpläne. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Wahrung ihres authentischen Charakters gelegt. So wurden Klebebänder zunächst entfernt und von schädlichem Klebstoff befreit, dann aber mit alterungsbeständigem Klebstoff an ihren originalen Positionen wieder angebracht. Mit mehr Abstand neu aufgerollt und schutzverpackt lagern diese Zeugnisse der deutschen Filmgeschichte nun sicher im Depot der Deutschen Kinemathek, nur gut 3 km entfernt vom Berliner Alexanderplatz.

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