Säurehaltiges Papier stellt Gedächtniseinrichtungen jeder Größe vor dieselbe Herausforderung: den Verlust wertvollen Kulturguts durch Papierzerfall zu verhindern. Dies gilt auch für die im Bistumsarchiv Magdeburg verwahrten Amtsblätter und die Acta Specialia sowie den Schriftverkehr der Kirchengemeinden des Bistums mit der Magdeburger Bischöflichen Verwaltung.

Die Objekte reichen teilweise bis ins erste Viertel des 19. Jahrhunderts zurück und bezeugen als geschlossene Bestände die Geschichte und Entwicklung der katholischen Kirche in Mitteldeutschland in einem protestantischen und seit 1945 zunehmend atheistischen Umfeld. Da das heutige Bistum Magdeburg zwischen 1821 und 1994 zum Erzbistum Paderborn gehörte, belegen die Dokumente die Kommunikation der Kirchengemeinden mit den kirchlichen Verwaltungen sowohl in Paderborn als auch in Magdeburg – eine Kommunikation, die während der Teilung Deutschlands zur Zeit der DDR massiv erschwert wurde. Heute sind die Archivalien an einem Ort vereint und nach ihrer erfolgreichen Entsäuerung für die Zukunft gewappnet.

Diesen Beitrag teilen auf:



Anregungen und Kommentare

Feedback