Im Hauptstaatsarchiv Weimar, einem der Standorte des Landesarchivs Thüringen, wird die zentrale Überlieferung des Ministeriums für Volksbildung verwahrt. Die Landesbehörde bestand seit 1945, bis sie 1952 im Zuge der Auflösung der Bundesländer in der DDR ihre Funktion verlor. Fragen der Entnazifizierung, der demokratischen Neuausrichtung von Schule, Bildung, Kultur und Wissenschaft in der Nachkriegszeit sowie der Beeinflussung und schließlich vollständigen Kontrolle durch die SED spiegeln sich in den Archivalien wider.

Aufgrund des mangelhaften und säurehaltigen Papiers und der hohen Nutzungsfrequenz der Materialien war eine Entsäuerung und konservatorische Behandlung dringend erforderlich. Die mit Hilfe des BKM-Sonderprogramms umgesetzten Maßnahmen wurden von einer in Eigenleistung vorgenommenen Schadensanalyse und einer anschließenden Sicherungsverfilmung begleitet. Sowohl die Versuche einer Demokratisierung von Bildung in der Besatzungszone als auch die Bedrohung demokratischer Werte durch parteipolitische Einflussnahme können so auch in Zukunft am Beispiel des Landes Thüringens erforscht werden!

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