Jean Guillaume Adolphe Fiacre Honvlez (1730–1805), der später den Namen Adolf von Hüpsch annahm, war einer der bedeutendsten Naturalien- und Kunstsammler des 18. Jahrhunderts in Köln. Seine Sammlung fiel nach seinem Tod an den Landgrafen von Hessen-Darmstadt und bildete den Grundstock für das Hessische Landesmuseum Darmstadt. Aber auch der 35 Jahre umfassende schriftliche Nachlass des Barons von Hüpsch‘ ist fast vollständig erhalten. Der Kunst- und Bücherbegeisterte sammelte hochinteressante Unterlagen, die heute nur noch sehr selten in derartig umfangreicher Form vorliegen und die einen Überblick über die Geistesgeschichte des ausgehenden 18. Jahrhunderts geben.

Der Nachlass von Baron von Hüpsch umfasst unterschiedlichstes Material: in 21 Archivkästen sind Werkmanuskripte, aber auch persönlichere Unterlagen wie Korrespondenzen und Lebensdokumente aufbewahrt. Dadurch lässt sich die Epoche und der Umbruch durch die Aufklärung auf ideale Weise erforschen. Dem weitvernetzten Baron kommt daher eine wichtige Rolle für die Forschung zu, die von gesamteuropäischem Interesse ist.

Die Manuskripte waren teilweise stark verschmutzt und beschädigt. Einzelblätter wurden daher restauriert, mehrfach gefaltete Papiere plangelegt, sowie besonders empfindliche Seiten in gesonderte Schutzumschläge verpackt. Abschließend wurde der Nachlass komplett objektschonend verpackt. Durch die Reinigung ist nun auch eine Digitalisierung möglich. Die Restaurierungsmaßnahmen im Rahmen des BKM-Sonderprogramms haben diese historischen Dokumente für zukünftige Generationen gesichert.

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