Egal was man zum Land Baden und dem Oberrhein-Gebiet wissen möchte: Die Badische Landesbibliothek kann mit ihrem Oberrhein-Bestand helfen. Schon im 19. Jahrhundert machte es sich die Bibliothek zur zentralen Aufgabe, Literatur über das Land Baden möglichst vollständig zu sammeln. In den Regalen stehen deshalb heute Werke der Literatur und Geschichtsschreibung neben Titeln über die badische Gesellschaft, über Politik und Wirtschaft sowie Bände zu Natur- und Umweltschutz oder Sport und Verkehrswesen.

Um den durch starken Säurefraß zunehmend drohenden Informationsverlust dieses Bestands zu verhindern, konnten mit Hilfe des BKM-Sonderprogramms ca. 1.200 kg Bibliotheksgut entsäuert werden. Etwa 3.324 Bände, die zwischen 1851 und 1944 erschienen sind und die unterschiedlichste Themen mit Bezug zu Baden verhandeln, stehen damit wieder zur Verfügung und sind für die Zukunft gesichert.

Dieser einzigartige Bestand entwickelte sich nicht zuletzt durch das Pflichtexemplarrecht für Baden-Württemberg, das sich die Badische Landesbibliothek mit der Württembergischen Landesbibliothek teilt. Im Jahr 1807 wird in einer Verordnung zum ersten Mal erwähnt, dass von allen im Land gedruckten Werken je ein Exemplar an die damalige Hofbibliothek abzuliefern sei. Bis heute werden deshalb alle in Baden-Württemberg erscheinenden Publikationen als sogenanntes Pflichtexemplar in den Bestand der Bibliotheken aufgenommen. Etwa die Hälfte des ca. 60.000 Bände umfassenden Oberrhein-Bestands besteht aus Pflichtexemplaren.

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