Insgesamt 464 mittelalterliche Handschriften der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg, die aus zwei fast vollständig erhaltenen Klosterbibliotheken übernommen wurden, konnten dank des BKM-Sonderprogramms erfolgreich in Schutzkassetten verpackt werden. Der größte Teil der Pergament- und Papierhandschriften stammt aus dem Skriptorium der für die zisterziensische Mystik zentralen Abtei Heilsbronn (1132-1578). Unter ihnen befinden sich auch Handschriften aus Italien und Frankreich, die Mönche von Studienaufenthalten im Ausland mitgebracht hatten. Aus dem kleineren und nur kurze Zeit bestehenden Franziskanerkloster St. Jobst (1514-1529) sind 50 Handschriften aus der sächsischen Franziskanerprovinz sowie dem thüringischen, böhmischen, schlesischen und fränkischen Raum überliefert.

Fehlende oder beschädigte Schließen hatten dazu geführt, dass die Handschriften auseinanderklafften und in der Folge Schäden aufwiesen. Um die bei vielen Kodizes erhaltenen Beschläge oder Ketten nicht zu beschädigen, mussten die Kassetten individuell angepasst und mit entsprechenden Aussparungen versehen werden.

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