Frisch verpackt stehen sie im Regal, die beinahe 450 orientalischen Handschriften der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. Der Bestand der Codices orientalici umfasst unter anderem arabische, persische, türkische und äthiopische Handschriften aus dem 13. bis 18. Jahrhundert, darunter auch einige illuminierte Handschriften. Die überwiegend theologischen Texte sind in der Mehrzahl in Holzdeckeleinbände eingefasst, von denen einige reich dekoriert sind.

Da bei vielen Einbänden die Schließbänder fehlen und die Codices bis jetzt ohne Schutzverpackung aufbewahrt und transportiert wurden, haben die fragilen Objekte teilweise erheblichen Schaden an Buchblock und Einband genommen. Neben mechanischen Einwirkungen litten die Handschriften insbesondere unter abrupten Wechseln und Schwankungen im Raumklima und waren Licht und Staub schutzlos ausgesetzt. Einschränkungen bis Sperrungen der Nutzung wären so unausweichlich geworden, um die Unikate nicht weiter zu beschädigen.

Dank der Förderunterstützung durch die KEK konnten die Codices gereinigt und schutzverpackt werden, sodass sie auch in der Zukunft der Forschung zugänglich bleiben. Die Trockenreinigung erfolgte in besonders schonender Weise, denn jede Handschrift wurde mit feinen Haarpinseln von Schmutz befreit. Eine passgenaue Verpackung für die in ihren Formaten sehr heterogenen Handschriften, die von Folio bis Duodezformat reichen, wurde durch computergestützte Messverfahren gewährleistet. Die auf diese Weise individuell angefertigten Klappschutzboxen schützen die kostbaren Schätze aus dem Orient nun sicher vor Licht, Staub und klimatischen Schwankungen!

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Fotos © Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

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