Nach dem Dreißigjährigen Krieg fielen weite Teile des Herzogtums Pommern an Schweden. Für steuerliche Zwecke ließ König Carl XI. zwischen 1692 und 1709 alle Dorf-, Guts- und Stadtgemarkungen des neuen Landesteils vermessen und kartographisch erfassen. So entstand das erste Katasterwerk auf deutschem Boden, die Schwedische Landesaufnahme. Die über 1.700 handgezeichneten kolorierten Karten und 77 Beschreibungsbände sind nahezu vollständig erhalten und werden zum allergrößten Teil im Landesarchiv Greifswald aufbewahrt. Die Karten und Texte beeindrucken durch ihre detailreiche Darstellung und sind unerschöpfliche Quellen nicht nur für die regionalgeschichtliche Forschung. Die Originale sind jedoch im Laufe der Jahrhunderte stark in Mitleidenschaft gezogen worden: Sie sind vergilbt, stellenweise von Tinte und Farbe zerfressen und durch Risse und Löcher beschädigt. 2012 konnten mit Mitteln der KEK 59 Karten entsprechend der festgestellten Schadensbilder restauriert und ein Beitrag zum dauerhaften Erhalt dieses außergewöhnlichen Kartenwerks geleistet werden.

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