Säurehaltiges Papier stellt für den Originalerhalt von Archivalien, die zwischen 1850 und 1990 entstanden sind, eine große Herausforderung dar. Das Stadtarchiv Nürnberg hat dieses Problem bereits vor Jahren erkannt und in Pilotmaßnahmen versucht, dem säurebedingten Papierabbau seiner Akten entgegenzutreten.

Insbesondere die Generalregistratur, die mit etwa 19.000 Akten einen sehr großen Bestand des Archivs ausmacht und eine wichtige Quelle für die Erforschung der Geschichte der Stadt Nürnberg im 19. und 20. Jahrhundert bildet, soll sukzessive entsäuert und mit einer alkalischen Reserve angereichert werden. 2.069 Archiveinheiten der Generalregistratur – das heißt mehr als 10 % des Bestands – konnten 2017 mit den Mitteln aus dem BKM-Sonderprogramm erfolgreich von Säure befreit und in ihrer Substanz gefestigt werden. Der Zerfallsprozess des Papiers wurde auf diese Weise verlangsamt und die Lebensdauer der kostbaren Akten signifikant verlängert.

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