Die Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs Marbach ist eine der größten Spezial- und Forschungsbibliotheken für neuere deutsche Literatur und Literaturwissenschaft. Sie sammelt Primärliteratur von der Aufklärung bis zur Gegenwart und erhebt dabei Anspruch auf Vollständigkeit: Rezeptionsgeschichten sollen so lückenlos wie möglich dokumentiert werden.

Eingang in die Bibliothek finden nicht nur bedeutende Autorinnen und Autoren. Auch heutzutage als zweitrangig eingestufte Literatinnen und Literaten sind in ihr vertreten. Zudem enthält die Bibliothek die Schriften sämtlicher Strömungen einer jeden Epoche. Für den Zeitraum von 1910-1945 zum Beispiel reicht das Spektrum von Kriegs- und Kolonialliteratur über Expressionismus und Neue Sachlichkeit bis hin zu proletarisch-revolutionärer, völkisch-nationaler und Exilliteratur.

In Anbetracht seiner Entstehungszeit ist es nicht verwunderlich, dass dieser viel genutzte Druckschriftenbestand einen hohen Anteil säurehaltiger Papiere enthält. Damit sie auch in Zukunft von der Forschung genutzt werden können, mussten die Bücher dringend behandelt werden. Mit Mitteln des BKM-Sonderprogrammes wurden 2018 knapp 1000 Kilogramm des Bestands entsäuert.

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