Die Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Fulda und die Dombibliothek Fritzlar gehen beide auf Benediktinerklöster zurück, die durch Bonifatius im 8. Jahrhundert gegründet wurden. Während die Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars – eines der wichtigsten Wissenschaftszentren der Karolingerzeit – während des Dreißigjährigen Kriegs verschleppt wurde und deshalb nur teilweise erhalten ist, ist die Dombibliothek Fritzlar eine der wenigen mittelalterlichen Bibliotheken weltweit, die noch beinahe unverändert besteht. Gemeinsam bezeugen sie die theologische und kulturhistorische Bedeutung Fuldas, das mit seiner Erhebung zum Fürstbistum 1752 einen eigenen Bischofssitz bekam.

Dank des BKM-Sonderprogramms konnten mehrere hundert mittelalterliche Fragmente, Handschriften, Urkunden und Inkunabeln beider Bibliotheken sowie etwa 2.000 Archivalien aus dem Diözesanarchiv Fulda in säurefreie Boxen verpackt und so vor Außeneinwirkungen geschützt werden. Um die historischen Einbände mit Schließen und Ketten sowie die den Materialien beiliegenden Siegel nicht zu beschädigen, musste jedes Objekt einzeln vermessen werden.

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