Kaum 100 km sind es von Kiel bis nach Dänemark. Es ist daher kaum überraschend, dass die Hafenstadt und ihre Universität seit jeher enge Beziehung nach Skandinavien pflegen. Die Universitätsbibliothek betreute seit 1949 das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte Sondersammelgebiet zu Sprache, Literatur, Kultur, Geschichte und Politik Skandinaviens. Seit 2016 wurde es vom Fachinformationsdienst „Nordeuropa“ abgelöst, der wissenschaftlich relevante Literatur zu Dänemark, Norwegen, Schweden, Grönland, Island, den Färöern sowie Finnland sammelt und archiviert.

Für die Forschung ist dieser Bestand in Umfang und Material einzigartig, weshalb sein Erhalt höchste Priorität hat. Seit 2007 werden die monographischen Bestände aus den Jahren 1850 bis 1970 kontinuierlich aus Eigenmitteln entsäuert. Der besonders stark durch Säure angegriffene Zeitschriftenbestand bedurfte allerdings noch einer Behandlung. Dank des BKM-Sonderprogramms konnte dieser Missstand behoben werden: Mehr als 4.500 der ungefähr 14.300 Zeitschriftenbände (Stand 2017) wurden mit den Geldern von Säure befreit!

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