Im Juni 2013 wurde es ernst für den vier Jahre zuvor gegründeten Notfallverbund Magdeburg: Die Elbe trat über die Ufer, und Magdeburg und Umgebung erlebten das schwerste Hochwasser seit fast 140 Jahren. Besonders im Umland war Archivgut extrem gefährdet, so etwa nach dem Deichbruch bei Fischbeck. Der aus sechs Archiven bestehende Zusammenschluss bewährte sich in der Krise eindrucksvoll: So konnte das überregional bedeutende Herdbuch-Archiv des Rinderzuchtverbandes Sachsen-Anhalt aus den Fluten gerettet werden. Seither hat der Magdeburger Verbund seine Notfallkompetenzen ausgebaut: Mit Finanzierung der KEK konnte 2013 ein Mobiles Erstversorgungszentrum (MEVZ) aufgebaut werden. In fünf Modulen hält es eine auf verschiedene Notfallszenarien abgestimmte Grundausrüstung in transportfähiger Form bereit. Seit Februar 2014 lagert das MEVZ an zentralem Ort bei der Berufsfeuerwehr Magdeburg und ist ständig einsatzbereit. So gewinnt der Notfallverbund im Ernstfall wertvolle Zeit. Zum Thema Bestandserhaltung und Notfallprävention hat der Magdeburger Verbund auch eine Wanderausstellung im Roll-up-Format konzipiert. Sie wurde bereits an verschiedenen Orten gezeigt und erreichte allein am „Tag der Archive“ im März 2014 200 Besucher.

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