Hervorgegangen aus der Deutschen Bücherei hat die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) mit Sitz in Frankfurt am Main und Leipzig die Aufgabe alle deutschen und deutschsprachigen Publikationen ab 1913 zu sammeln, archivieren und zugänglich zu machen. Doch neben Büchern lagerten in den Räumen der DNB in Leipzig in 200 Schubfächern 20.000 Plakate, Einblattdrucke und Flugblätter: Material unterschiedlicher Formate, dass nur liegend aufbewahrt werden kann. Besonders bedeutend sind hierbei die Konvolute zum Ersten und Zweiten Weltkrieg. Allein der Bestand an amtlichen Bekanntmachungen und Plakaten der Jahre 1914-1918 umfasst mehr als 14.000 Objekte. Aber auch aus der Zeit von 1945 bis 1961 ist Material vorhanden, dass einzigartige Einblicke in die polarisierende politische Werbung der Zeit gestattet.

Durch säurehaltige und instabile Verpackungen kam es zu Säureschäden an den Materialien. Durch das Ausheben und Reponieren der Bestände kam es außerdem zu mechanischen Schäden. Eine sachgerechte Lagerung in stabilen, passenden und vor allem säurefreien Schutzverpackungen war dringend erforderlich.

Im Rahmen des BKM-Sonderprogramms konnten die fragilen, teils großformatigen Druckwerke in stabile und alterungsbeständige Mappen umverpackt werden. Zwischenbögen verhindern zukünftig, dass beim Suchen nach Plakaten andere Objekte beschädigt werden. So ist die Sammlung der zum Teil über hundert Jahre alten Plakate und Flugschriften für die kommenden Jahrzehnte sicher verwahrt.

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