Vier Manuskripte des Dichters Theodor Fontane: „La Dultera“, „Jenny Treibel“, „Kinderjahre“ und die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ konnten mit den in diesem Projekt beantragten Mitteln des BKM-Sonderprogramms restauriert und konserviert werden.

Diese Manuskripte – wichtige Grundlage der Forschung zu Fontanes Werk – konnten lange Zeit aufgrund der starken und fortschreitenden Schäden der Originalsubstanz nicht benutzt werden. Besonders der fortschreitende Säurefraß des Papiers machte jede Berührung der Originale zu einem Risiko. Informationsverlust drohte, da Fontane oft bis an den äußersten Rand der Blätter schrieb. Außerdem verwendete er für seine vielfältigen Korrekturen Stifte unterschiedlicher Farben. Diese Markierungen waren einzeln zu festigen, um dauerhaft beständig zu sein. Schließlich mussten eingeklebte Korrekturzettel vorsichtig gelöst und seitlich an den Seiten befestigt werden, um die darunter befindlichen Erstfassungen (einen wahren Schatz für die Forschung!) zugänglich zu machen.

In diesem Projekt konnte ein deutschlandweites Netzwerk von RestauratorInnen durch die Förderung im BKM-Sonderprogramm einen wichtigen Teilbestand einen der bedeutendsten Autorennachlässe Deutschlands sichern. Doch auch international sind die Schriften nun, durch die Digitalisierung im Anschluss an die Restaurierung, zugänglich.

 

Restaurierung einer beschädigten Manuskriptseite. Copyright: Jörg F. Müller

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