Pflichtexemplare bedeuten für Bibliotheken eine besondere Verantwortung beim Originalerhalt und verleihen den archivierenden Einrichtungen auch auf überregionaler und nationaler Ebene einen hohen Stellenwert innerhalb des Netzwerks aus Gedächtnisinstitutionen, die gemeinsam das schriftliche Kulturerbe in Deutschland verwalten.

Mit Hilfe der Mittel aus dem BKM-Sonderprogramm konnte die Universitäts- und Landesbibliothek Bonn Pflichtliteratur aus den 1950er bis 90er Jahren reinigen, in säurefreie Schutzboxen verbringen und teilweise in geeignetere Magazinräumlichkeiten umlagern. Besondere Priorität erhielten dabei mehr als 300 laufende Meter Zeitschriften, die seit 1945 als archivierungspflichtige Exemplare an der Bibliothek eingehen. Neben weiteren rund 900 laufenden Metern Pflichtmonographien wurden außerdem Universitätsschriften aus ihren 180 säurehaltigen Kapseln befreit und archivgerecht verpackt. Die Lebensdauer wichtiger zeitgeschichtlicher Quellen – von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis zur Wiedervereinigung – konnte so erfolgreich verlängert werden!

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