Im Mai und Juni 2018 war es in Düsseldorf nass – sehr nass. Die folgenden Wochen brachten mit steigenden Temperaturen den Sommer in die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens. Während sich die Menschen über diese Entwicklung freuten, entdeckten die Restauratoren bei einer routinemäßigen Zustandserfassung im Heinrich-Heine-Institut die negativen Auswirkungen: An Briefen Clara Schumanns wurden Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall festgestellt, die Kontamination der übrigen Bestände des Instituts musste vermutet werden.

Die Mitarbeiter des Instituts handelten schnell und erstellten eine umfangreiche Schadensanalyse. Diese ergab, dass in 20% der Fälle das Material – wichtige Musikautografen der Schumanns, die persönliche Korrespondenz Heinrich Heines und weitere bedeutsame und unikale Schriftstücke – von Schimmel befallen waren. In den übrigen Fällen war zumindest die Verpackung kontaminiert und musste umgehend ausgetauscht werden.

Mit Hilfe des BKM-Sonderprogramms konnten 7.000 betroffene Bände bzw. Notenmappen und über 300 Handschriften gereinigt und neu verpackt werden. Durch die schnelle Reaktion des betroffenen Instituts und die Förderung durch die Bereitstellung von Landes- und Bundesmitteln konnten schwerere Schäden an diesen unikalen, musikhistorisch überaus bedeutenden Beständen vermieden werden.

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