Die sogenannte E- und G-Kartei der Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht (WASt) beinhaltet die während des Zweiten Weltkriegs eingegangenen Verlustmeldungen der Truppe und der Gräberoffiziere. In der Regel wurde nach jedem gemeldeten Todesfall eines Soldaten eine Karteikarte angelegt, sodass mit Hilfe dieses Bestands wichtige Informationen über Kriegsverlauf und -verluste gewonnen werden können. Die Unterlagen umfassen 3,8 Millionen DIN A6-Karteikarten im Querformat, die sich in insgesamt 5.920 offenen Plastiktrögen befanden.

Im Fokus des im BKM-Sonderprogramm 2018 geförderten Projekts standen bestandserhaltende Verpackungsmaßnahmen: Unterstützt wurde die Anschaffung von 6.000 Kartons, die die Lagerungsbedingungen und damit die Konservierung des Bestands maßgeblich verbessern. Alle Unterlagen wurden bereits vor Beginn des Projekts von schädlichen Metallrückständen befreit, um sie auf weitere Maßnahmen vorzubereiten. 

Anschließend wurden die E- und G-Kartei in geschlossene Verpackungen umgelagert, in denen sie vor Verschmutzungen und anderen schädlichen Umwelteinflüssen geschützt sind. Diese Art fach- und sachgerechter Lagerung ist wesentlich, um  historische Materialien längerfristig zu erhalten. Auch vereinfachen die Verpackungen die einheitliche Signierung des Bestands und damit seine Nutzung. Außerdem erlaubt die Umlagerung eine Eingliederung in den Bestand des Bundesarchivs

 

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