Die sogenannte E- und G-Kartei der Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht (WASt) beinhaltet die während des Zweiten Weltkriegs eingegangenen Verlustmeldungen der Truppe und der Gräberoffiziere. In der Regel wurde nach jedem gemeldeten Todesfall eines Soldaten eine Karteikarte angelegt, sodass mit Hilfe dieses Bestands wichtige Informationen über den Verlauf des Zweiten Weltkriegs sowie der Umstände der Kriegsverluste gewonnen werden können. Die Unterlagen umfassen 3,8 Millionen DIN A6 Karteikarten im Querformat, die sich in insgesamt 5.920 offenen Plastiktrögen befanden.

Im Fokus des durch das BKM-Sonderprogramm geförderten Projekts standen bestandserhaltende Verpackungsmaßnahmen: unterstützt wurde die Anschaffung von 6.000 Kartons, die die Lagerungsbedingungen und damit die Konservierung des Bestands maßgeblich verbessern. Die beiden Karteien wurden bereits vor Beginn des Projekts von schädlichen Metallrückständen befreit und waren somit bereits auf die Umlagerung vorbereitet. Die Unterlagen wurden dann in passende geschlossene Verpackungen umgelagert, sodass sie nun vor Verschmutzungen und weiteren schädlichen Umwelteinflüssen geschützt sind. Durch diese wichtige konservatorische Maßnahme konnte eine fach- und sachgerechte Lagerung sichergestellt werden. Diese ist essentiell, um das historische Material längerfristig er erhalten. Auch vereinfachen die Verpackungen die einheitliche Signierung des Bestands, und damit seine Nutzung. Engste Familienangehörige der Verstorbenen und die Forschung können durch diese Maßnahmen vereinfachten Zugang zu den Karteien erhalten. Eine Eingliederung in den Bestand des Bundesarchivs ist jetzt dank der Umlagerung möglich.

 

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