Die NS-Verfolgung hat vor Kindern nicht halt gemacht: tausende waren nach Ende des Zweiten Weltkriegs vermisst. Unter Verwaltung der International Refugee Organisation (IRO) startete der Internationale Kindersuchdienst seine Arbeit und recherchierte zum Verbleib der als vermisst Gemeldeten. Für Überlebende leistete er Betreuungsarbeit und Unterstützung bei Familienzusammenführungen. Der auf dieser Arbeit basierende Bestand „Akten von namentlich identifizierten Kindern“ des Internationalen Kindersuchdiensts aus der Zeit von 1947 bis 1950 dokumentiert das Schicksal von rund 100.000 Kindern in über 56.000 Akten.

Aufgrund der schlechten Papierqualität der Nachkriegsjahre und einer intensiven Nutzung wiesen die Dokumente und Fotografien schwere Schäden auf. Über das BKM-Sonderprogramm konnen nun die erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung der Originale in die Wege geleitet werden: Es galt, insgesamt 428.000 Blätter Papier zu entsäuern, bei Bedarf zu restaurieren und fachgerecht in Archivboxen zu verpacken. Damit bleibt der intrinsische Wert der Akten bewahrt und eine Quelle geschützt, die von der UNESCO zum Bestandteil des „Weltdokumentenerbes“ erklärt wurde.

© International Tracing Service (ITS), Foto: Uwe Zucchi

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