Im Stadtarchiv Krefeld lagern Bestände zur städtischen Überlieferung, die bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreichen. Zu diesen gehören auch Unterlagen, die ehemals selbstständige Ortschaften betreffen – Linn, Ueberdinen, Hüls und weitere. Für Fragen der Regionalgeschichte, etwa zu Krefeld als Zentrum der oranischen und preußischen Seidenindustrie, sind diese Bestände von unschätzbarem Wert.

Zugleich deutet bereits die Entstehungszeit der Akten auf das größte Problem ihrer Erhaltung hin: Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Holzschliffpapier verwendet, welches sich mit der Zeit durch Säurefraß zersetzt. Um die Unterlagen dennoch im Original erhalten zu können, war es notwendig, sie zu entsäuern. Mit Hilfe der Förderung sowohl im BKM-Sonderprogramm als auch durch die Landesinitiative Substanzerhalt des Landes Nordrhein-Westfalen (LISE) war es dem Stadtarchiv möglich 30 laufende Regalmeter Akten dieser wichtigen Überlieferung zu entsäuern und 600 laufende Regalmeter Unterlagen archivgerecht zu verpacken und so weiteren Schäden vorzubeugen. Zusätzlich wurde im Rahmen des Projekts ein Schadenskataster erstellt, um den weiteren Handlungsbedarf zu bestimmen. So kann das Stadtarchiv Krefeld auch in Zukunft Maßnahmen zum Originalerhalt seiner Bestände sinnvoll planen.

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